Teilzeit MerzDer Bundestag in Zahlen · 21. Wahlperiode
← Alle Abstimmungen
ABSTIMMUNG · 10.07.2026

Zweiter Entschließungsantrag der Linken zur GKV-Reform

Abgelehnt GesundheitÖffentliche Finanzen, Steuern und Abgaben

Ergebnis

135Ja
456Nein
0Enthaltung
39Abwesend

So haben die Fraktionen gestimmt

CDUgeschlossen Nein
016004
AfDgeschlossen Nein
0138013
SPDgeschlossen Nein
011406
Grünegeschlossen Ja
78007
Linkegeschlossen Ja
56007
CSUgeschlossen Nein
04400
parteilosnicht abgestimmt
0002
SSWgeschlossen Ja
1000
JaNeinEnthaltungAbwesend

Worum ging es?

Im Zusammenhang mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat die Fraktion Die Linke einen zweiten Entschließungsantrag zur Versorgung gesetzlich Versicherter mit Hilfsmitteln eingebracht. Dazu zählen beispielsweise Rollstühle, Hörgeräte oder Produkte zur Stomaversorgung.

Die Linke kritisiert, dass Versicherte für verordnete Hilfsmittel häufig aufwendige Genehmigungsverfahren durchlaufen müssten und zum Teil hohe Eigenbeteiligungen anfielen. Nach Ansicht der Fraktion werde der bestehende Versorgungsanspruch in der Praxis nicht immer angemessen umgesetzt. Die im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vorgesehenen höheren Zuzahlungen und die Möglichkeit weiterer Festbetragsgruppen würden diese Probleme zusätzlich verschärfen.

Die Fraktion fordert deshalb eine Neuordnung der Hilfsmittelversorgung. Das Hilfsmittelverzeichnis soll künftig unter Beteiligung von Hersteller- und Versorgerverbänden sowie Patient:innen vereinbart und mindestens jährlich an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasst werden. Festbeträge sollen so ausgestaltet werden, dass wirtschaftliche Hilfsmittel möglichst ohne zusätzliche Eigenbeteiligungen zur Verfügung stehen. Für neue Produkte und Dienstleistungen, die gegenüber bestehenden Hilfsmitteln einen zusätzlichen Nutzen versprechen, fordert die Linke unabhängige Erprobungsstudien und ein transparentes Bewertungsverfahren. Wird dabei ein patientenrelevanter Zusatznutzen festgestellt, sollen entsprechende Zuschläge bei der Erstattung vereinbart werden. Außerdem soll die Pflicht für Patient:innen entfallen, ärztlich verordnete Hilfsmittel einzeln bei ihrer Krankenkasse beantragen zu müssen, sofern Qualität und Wirtschaftlichkeit durch das Hilfsmittelverzeichnis und angemessene Erstattungspreise grundsätzlich sichergestellt sind.

Der Entschließungsantrag wurde mit 456 Nein-Stimmen zu 135 Ja-Stimmen bei keiner Enthaltung abgelehnt.

Ausführlich bei abgeordnetenwatch.de ↗

Abgeordnete

Dietz, Thomas AfDAbwesend
Feser, Jan AfDAbwesend
Jacobi, Fabian AfDAbwesend
Meiners, Danny AfDAbwesend
Asar, Ayse GrüneAbwesend
Brugger, Agnieszka GrüneAbwesend
Bär, Karl GrüneJa
Detzer, Sandra GrüneAbwesend
Joswig, Julian GrüneAbwesend
Lucks, Max GrüneJa
Mayer, Zoe GrüneJa
Müller, Claudia GrüneAbwesend
Paus, Lisa GrüneJa
Polat, Filiz GrüneAbwesend
Reinalter, Anja GrüneAbwesend
Demuth, Ellen CDUAbwesend
Koob, Markus CDUAbwesend
Warken, Nina CDUAbwesend
Akbulut, Gökay LinkeAbwesend
Görke, Christian LinkeAbwesend
Köstering, Jan LinkeAbwesend
Pellmann, Sören LinkeAbwesend
Zerr, Anne LinkeAbwesend
Özdemir, Cansu LinkeAbwesend
Knodel, Sieghard parteilosAbwesend
Trabert, Gerhard parteilosAbwesend