Teilzeit MerzDer Bundestag in Zahlen · 21. Wahlperiode
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ABSTIMMUNG · 05.12.2025

Russische Atomgeschäfte in Deutschland nicht unterbinden (Beschlussempfehlung)

Angenommen Außenpolitik und internationale BeziehungenEnergie

Ergebnis

454Ja
130Nein
0Enthaltung
46Abwesend

So haben die Fraktionen gestimmt

CDUgeschlossen Ja
162002
AfDgeschlossen Ja
1320019
SPDgeschlossen Ja
118002
Grünegeschlossen Nein
07609
Linkegeschlossen Nein
053010
CSUgeschlossen Ja
42002
parteilosnicht abgestimmt
0002
SSWgeschlossen Nein
0100
JaNeinEnthaltungAbwesend

Worum ging es?

Im Bundestag wurden zwei Anträge der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Bezug auf den Wiederaufbau der Ukraine durch eingefrorene russische Staatsvermögen abgelehnt.

In ihrem zweiten Antrag fordert die Fraktion, dass Atomgeschäfte mit Russland in Deutschland beendet werden. Konkret soll der Brennelementefabrik Lingen untersagt werden, Brennelemente für Reaktoren russischer Bauart herzustellen, sofern dabei Sicherheitsrisiken nicht eindeutig ausgeschlossen werden können. Hintergrund ist ein geplantes Projekt von ANF und der Rosatom-Tochter Tvel, spezielle Brennelemente für ältere sowjetische Reaktoren in Mittel- und Osteuropa zu produzieren – ermöglicht durch die bisherige Ausnahmestellung des russischen Atomsektors in den EU-Sanktionen. Die Grünen kritisieren, dass dadurch nicht nur der Weiterbetrieb teils unsicherer europäischer Reaktoren unterstützt würde, sondern auch erhebliche Spionage- und Sabotagegefahren entstünden. Mitarbeitenden russischer Staatskonzerne dürfe kein unmittelbarer oder mittelbarer Zugang zu sensibler nuklearer Infrastruktur in Deutschland oder den belieferten Auslandsreaktoren ermöglicht werden.

Zudem fordert die Fraktion, auf EU-Ebene ein schnelles Importverbot für russische Kernbrennstoffe durchzusetzen und ein nationales Gesetz vorzulegen, das den vollständigen Ausstieg Deutschlands aus der nuklearen Wertschöpfungskette rechtlich absichert.

Zu dem zweiten Antrag lag eine Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit vor, worin die Ablehnung des Antrags empfohlen wird.

Abgestimmt wurde über die Beschlussempfehlung, indem die Ablehnung des Antrags empfohlen wurde. Diese wurde mit 454 Ja-Stimmen zu 130 Nein-Stimmen bei keiner Enthaltung angenommen.

Ausführlich bei abgeordnetenwatch.de ↗

Abgeordnete

Baumann, Bernd AfDAbwesend
Bernhard, Marc AfDAbwesend
Braga, Torben AfDAbwesend
Rudzka, Angela AfDAbwesend
Seifert, Dario AfDAbwesend
Weidel, Alice AfDAbwesend
Zerbin, Daniel AfDAbwesend
Alhamwi, Alaa GrüneNein
Asar, Ayse GrüneNein
Badum, Lisa GrüneNein
Benner, Lukas GrüneAbwesend
Brantner, Franziska GrüneAbwesend
Bär, Karl GrüneNein
Ebner, Harald GrüneNein
Eckert, Leon GrüneAbwesend
Grau, Armin GrüneNein
Gumnior, Lena GrüneNein
Hofreiter, Anton GrüneAbwesend
Kaddor, Lamya GrüneNein
Khan, Misbah GrüneNein
Kopf, Chantal GrüneNein
Lang, Ricarda GrüneNein
Lehmann, Sven GrüneAbwesend
Lemke, Steffi GrüneNein
Loop, Denise GrüneAbwesend
Lucks, Max GrüneNein
Lührmann, Anna GrüneAbwesend
Mayer, Zoe GrüneNein
Nanni, Sara GrüneNein
Nick, Ophelia GrüneNein
Paus, Lisa GrüneNein
Polat, Filiz GrüneNein
Roth, Claudia GrüneNein
Schauws, Ulle GrüneNein
Slawik, Nyke GrüneNein
Steffen, Till GrüneNein
Stein, Sandra GrüneNein
Uhlig, Katrin GrüneNein
Beyer, Peter CDUAbwesend
Laschet, Armin CDUAbwesend
Becker, Desiree LinkeAbwesend
Edis, Mirze LinkeNein
Fey, Katrin LinkeNein
Glaser, Vinzenz LinkeAbwesend
Hoß, Luke LinkeNein
Ince, Cem LinkeNein
Koçak, Ferat LinkeAbwesend
Lay, Caren LinkeAbwesend
Merendino, Stella LinkeAbwesend
Wagner, Sascha LinkeAbwesend
Willnat, Christin LinkeAbwesend
Zerr, Anne LinkeNein
Kramme, Anette SPDAbwesend
Knodel, Sieghard parteilosAbwesend
Trabert, Gerhard parteilosAbwesend